Regeln
Die Regeln im Rollstuhlfechten sind analog denen das validen Fechtens. Bei Florett und Degen kann nur mit der Spitze, beim Säbel mit der ganzen Klinge ein Treffer gesetzt werden. Beim Degen zählt der Treffer der zuerst gesetzt wurde. Bei Florett und Säbel gilt das sogenannte Angriffsrecht, d.h. derjenige Fechter der zuerst angreift kann einen Treffer setzen, der Gegner muss zuerst parieren und kann erst dann punkten.

grundstellung

Klassifizierung
Jeder Athlet und jede Athletin wird von ausgebildeten Klassifizierer aufgrund seines Behinderungsgrades (Läsionshöhe, Funktionalität usw.) in die entsprechende Klasse eingeteilt. Im Prinzip darf jeder am Rollstuhlfechten teilnehmen, der durch eine dauerhafte Einschränkung Nachteile beim nichtbehinderten Fechten hat, also nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch z.B. Amputierte oder Personen mit einer Knieversteifung. Die Einteilung erfolgt in drei Kategorien, A, B und C:
Bei komplettem Querschnitt kann man die Einteilung leicht vornehmen:
  • Fechter der Klasse A besitzen noch vollständig intakte Rücken- und Bauchmuskulatur, meist sind sie noch in der Lage auf den Beinen zu stehen oder sogar zu laufen.
  • Fechter der Klasse B besitzen keine vollständige Rücken- und Bauchmuskulatur mehr, haben aber keine Einschränkungen im Bereich Arme und Hände.
  • Fechter der Klasse C haben auch keine vollständige Funktion von Armen und Händen aufzuweisen.

Eine Klassifizierung von inkompletten Querschnitten, Amputierten etc. ist nicht so einfach wie oben beschrieben. Zur Einstufung wurde von einer Klassifizierungskommission ein Verfahren entwickelt wonach durch fechtspezifische Funktionstests die Einteilung vorgenommen wird.